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Wuyishan

你好 (Nǐhǎo) zusammen!

nachdem ich jetzt schon länger nichts von mir hören lassen hab (Arbeit...), war ich während des Chinese New Year (auch: Spring Festival) in Wuyishan.

Wuyishan ist eine Stadt etwa 9 (Bimmel-)Bahnstunden südlich von Shanghai mit schlappen 200.000 Einwohnern. Die Stadt selbst ist nicht sonderlich attraktiv, jedoch gibt es dort einen riesigen Gebirgszug, der allemal sehenswert ist.

Hin ging es, wie nach Peking, mit dem berühmt berüchtigten Nachtzug. Flugzeug war leider nicht drin, aber man muss um diese Zeit froh sein wenn man überhaupt ein Reiseticket ergattert. Schließlich wollen ja auch noch ca. 700 Millionen (!) kleine Gelbe ihre Familien besuchen.

Da wir abends schon recht früh in Shanghai losfuhren (wie gesagt, wir hatten keine Wahl) kamen wir auch dementsprechend früh in Wuyishan an. Check in Zeit im Hotel war 4:12.

 

(v.l.n.r.: Sami, Andi (Brad Peter), Max, Korbi, Simon)

Also erstmal noch ne runde schlafen, damit wir auch alle schön fit am nächsten morgen sind. Als wir dann so um 9 Uhr das im Preis inbegriffene Frühstück verschlemmen wollten, gab es die erste böse Überraschung: Chinesenfrühstück! Das heisst, es gibt irgendwelche undefinierbaren Kekse und üble Gemüsebrühe. Und Bohnen. Kein Kaffee, kein Ei, nichts Brotartiges... nicht einmal Tee!

Also ab in die Stadt! Da wird es doch Frühstück geben. Die zweite Überraschung war: nein, gibt es nicht. Bis zum Abschluss unserer verzweifelten Suche war dann aber auch schon Mittagszeit und dementsprechend gab es dann erstmal Lunch!

Ein Highlight war sicherlich das Tor des himmlischen Geröllhaufens... oder so!

Frisch gestärkt ging es dann ins Gebirge. Alle waren motiviert, vor allem Korbi.

Am Anfang unserer Route waren noch ein paar kleinere Tempel etc. Hier sieht man mich, wie ich in den chinesischen Lehre (Leere?) brilliere.

Könnte natürlich daran liegen, dass ich Nachhilfe beim alten Chinesen genommen habe. Wenn ich mich recht erinnere, war das einer aus Konfuzius' Kreisen.

Und weiter gings, zwischendurch musste uns Simon seine Kampfkünste demonstrieren. 

Wem der Fussmarsch zu anstrengend ist, der kann sich komfortabel und königlich auf einem Stuhl tragen lassen, die so aussehen:

Das folgende Bild zeigt bei genauerer Betrachtung einen Weg, der ziemlich steil den Fels hochführt. Und genau da sind wir dann später hoch (gross)

An dieser Stelle möchte ich euch auch noch unseren "Guide" Samy vorstellen, ohne die wir vermutlich gar nichts gesehen hätten. Hier im Bild mit Andi.

Dann ging es besagten Felsen hinauf. Der Schweiß lief, der Korbi hustete (noch leicht krank)  aber wir meisterten den Aufstieg. Oben wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt (und ein kühles Bier). Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte!

Da Wuyishan ein gutes Stück südlich liegt, sind dort auch die Temperaturen dementsprechend höher. Hier in Taicang hat es etwa 5°C, dort hatte es über 20! Sieht man doch, oder?

Es war eine Wohltat entlich mal wieder Sonne und Wärme tanken zu können, weil hier in Taicang wird es einem dank Klimaanlagen-Heizerei nie so richtig warm.

So hier nochmal ein paar Impressionen...

An diesem Tag entdeckten wir auch noch einen richtigen "Schatz" des Reservats: ein abgelegenes Gebiet mit Buddastatue, blühendem Kirschbaum und einem Tempel. Und ganz wenigen Chinesen! Ein sehr entspannter und vor allem ruhiger Ort.

Gegen abend ging es dann wieder an den Fuß des Gebirges, wo wir den Abend bei einem weiteren kühlen Bier ausklingen liesen.

Okay, ein Bild habe ich noch. Beziehungsweise es gibt noch einige mehr, aber leider nicht auf meiner Kamera

Jaja, handsome und so...

An Tag zwei unserer Reise gingen wir gleich zum Mittagessen. Den Kollegen haben wir dann doch verschont und haben uns auf Dumplings beschränkt.

In der Stadt gibt es übrigens sehr viele Geschäfte, in denen Holzschnitzereien Angeboten werden. Teilweise riesengroß und in jedem Fall beeindruckend.

Danach ging es dann wieder ins Gebirge, ein wenig Wandern (oder Hiken, wie man auf neudeutsch sagt) . Hier kann man unsere ganze Truppe auff der Schicksalsbrücke sehen. Blöderweise konnte man die Brücke auf der anderen Seite nicht verlassen, deshalb bin ich mir über mein Schicksal noch nicht so im klaren...

Aber große, poetische Namen und Bezeichnungen sind und waren bei den Chinesen ja stark im Trend. Aber auch wir haben uns nicht lumpen lassen und schritten dem selbsternannten Pfad der Erleuchtung empor. Auch wenn Mega-Max und Kuschel-Korbi das zu verhinden versuchten.

Erstes Highlight des Tages war dann die eineinhalb stündige Flossfahrt auf dem Fluss. Weshalb die bei uns etwa 2 Stunden dauerte, erzähle ich euch gleich.

Jedenfalls hatten wir uns am Eingang Tickets für besagte Flossfahrt gekauft, und da wir Europäer sind und sowieso die Besten, Schönsten und vor allem die Schlausten sind (haha), mussten wir uns nicht anstellen sondern durften einfach das nächste Floss nehmen.


Voller Zuversicht beschritteten wir also guten Mutes das vertrauenserweckende Konstrukt aus Bambus, Draht und Seilen...

... um dann festzustellen, dass die Chinesischen Flosse nicht für Europäer kompatibel sind! Wieder vom Boot runtergeschickt hat man uns mit der Begründung, wir seien zu schwer und das Boot packt uns nicht. Meiner Meinung nach lag das nur an Samy, da diese mit ihren zarten 28 Jahren schon fast die einmeterfünzig Marke überschritten hat

Man verfrachtete uns also auf ein anderes Floss, mit angeblich höhrerer Kapazität. Wenn ich ehrlich bin, ist das neue, extrastarke Floss aber genausoweit im Wasser versunken.

Dennoch entschloss man sich, die Fahrt zu wagen und schon ging es los! Der Tiefgang unseres Flosses war dann doch ein wenig grezwertig, deshalb besser nicht die Füße auf den Boden stellen....

Unterwegs wurden wir dann von etwa 50 anderen Flossen überholt, weil wir doch ziemlich langsam unterwegs waren. Unserer Meinung nach lag das jedoch einzig und allein an unseren beiden Flössern. Dadurch hatten aber die überholenden Boote die Möglichkeit auf ein begehrtes Motiv: Europäer!

Uiuiuiui!

Die Landschaft vom Floss aus zu sehen war umwerfend, wie zum Beispiel der Elefantenfels

Am Abend gingen wir dann lecker Essen. Highlight war aber auf jeden Fall der Schlangen-Schnaps (báijiǔ, sprich: Baitschu). Geschmacklich ist der eindeutig nicht mein Fall, allerdings macht die Flasche doch was her, aber sehr selbst!

Und ja, es ist eine echte Schlange von ca. 1,5m Länge.

Nach dem Schlangenschnaps, 6 Flaschen Wein und zig Bieren waren wir dann bereit für ...... KTV! (also Karaoke)

Also ab zum besten KTV der Stadt, dem KTV Tower! Man mietet sich dort dann einen Raum und schon gehts los! Sieht dann in etwa so aus (aus Max' Perspektive):

 

Glücklicherweise gibt es dort auch englische Titel. "Viva la vida", "Numb", "Hero" und "I am sailing" sind mir in Erinnerung geblieben.

So um 1 oder 2 Uhr ging es dann wieder zurück in unser schönes Hotel. 

Am nächsten Tag haben wir uns entschlossen uns einfach auf eine ruhige Wiese zu legen und in der Sonne zu relaxen...

Am Abend noch einmal schön Essen, Massage und ab in den Zug. Leider waren keine vernünftigen Tickets mehr verfügbar, weshalb wir uns mit Stehplätzen zufrieden geben mussten. Hört sich jetzt schlimmer an als es war, da wir uns in Speisewagen hinsetzen und auch ein wenig schlafen konnten, bis man uns um 6 Uhr morgens rauswarf.

Damit war dann auch der Trip schon zu Ende, ich wäre gerne noch etwas länger geblieben (Wandern & Sonne tanken), aber die Arbeit ruft.

Jetzt habe ich hier noch 2 Wochen und 2 Tage zu arbeiten, dann geht es noch für 4 Tage nach Hongkong mit einem Arbeitskollegen und anschließend für 3 Tage nach Xian. 

Wenn alles läuft wie geplant, bin ich dann am 10.3. früh morgens in Frankfurt!

 Dann machts mal gut, ich lasse bald wieder was von mir hören, habe hier noch ein paar Bilder die ich euch nicht vorenthalten kann. Hehe

Viele Grüße

Euer Thomas

8.2.11 16:24

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