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HongKong

So es gibt wieder mal was Neues, vermutlich das letzte mal aus China, da es ja heute abend nach good old Germany zurückgeht

Zusammen mit Marcel habe ich mich auf den Weg gemacht um HongKong ein wenig auf den Kopf zu stellen.

Die Anreise per Flugzeug hat sich blöderweise um etwa zweieinhalb Stunden verspätet, wodurch wir unsere schon in Hongkong befindlichen Kollegen (Max, Christina und Jonas) am vereinbarten Treffpunkt verpassten. Blöderweise funktionierten unsere chinesischen Handys dort auch nicht.

Also checkten wir erst mal in unser Hostel ein. Dieses gehört zum legendären ChungKing-Mansion, welches hauptsächlich von Indern betrieben wird. Von außen sieht das ganze ungefähr so aus:

Innen jedoch war es eigentlich ganz wohnlich. Überraschend sauber, halbwegs ruhig, sicher aber alles sehr eng.

Plötzlich ein Anruf auf Marcels Handy (Geschäftstelefon, funktionierte halbwegs): "Hey, hier ist Max, wir sind in 5 Minuten an eurem Hostel, Haupteingang!" Die haben es doch wirklich geschafft, von einer Telefonzelle anzurufen! Voller Euphorie sind wir zum Eingang gestürmt und warteten.... und warteten... kauften Bier und warteten... Thomas, ein Freund von Marcel stiess zu uns und wir warteten... kauften Bier und warteten... Etwa 3 Stunden später beschlossen wir dann selbst loszuziehen und zu feiern, da wir davon ausgingen dass die Kollegen vermutlich nicht mehr kommen. Noch immer gibt es keine Klarhheit wie das Debakel passieren konnte. Ich vermute es gab einige Ungereimtheiten im Zeit-Raum-Kontinuum.

Mit denen beiden (und Ali dem Inder) war ich übrigens unterwegs. Links Thomas, ein Franzose der vor wenigen Tagen nach HK umgezogen ist und rechts mein (ehemaliger) Kollege Marcel.


Nach einer langen Nacht starteten wir dann unsere Sightseeing-Tour um etwa 5 Uhr abends.... 

Mit der Metro fuhren wir auf HongKong Island (wir waren auf der Festland Seite "Kowloon" ), weil dort ist so das Zentrum von Hongkong. Entsprechend viel los war dort...

In HongKong gibt es übrigens sehr viele Ausländer, fast jeder spricht Englisch (selbst der Taxifahrer) und es wird auf der linken Seite gefahren. Damit möglich wenige Touristen an den Straßen angefahren werden, hat man netterweise die größten Übergänge mit Hinweisen versehen:

So nun aber weiter im Kontext. Ein wenig desorientiert liefen wir einfach so durch die Gegend wie es uns richtig erschien. 

Ziemlich verwirrt hat uns dabei, dass auf diesen erhöhten Fusgängerwegen unzählige Frauen philippinischer Herkunft (ungelogen, es waren viele hunderte) kleine Appartments aus Karton gebaut hatten und dort entweder Karten spielten, aßen oder lasen.

Später wurde uns erklärt, das seien alles Putzfrauen, die immer Sonntags dort auf neue Jobs warten. Ich wiederhole, es waren Hunderte, wenn nicht sogar Tausende....

Von dort war es dann nicht mehr weit zu den Piers, von denen man eine gute Aussicht auf beide Teile von Honkong hat. Das bin übrigens ich:

Das ist das zweithöchste Gebäude von HK, das 2 IFC

 An diesem Tag besuchten wir noch eine weitere Attraktion von HongKong: der Mid-Level-Escalator. Das ist ein Verbund von Rolltreppen, die insgesamt etwa 800m lang sind.

Die ganzen Querstraßen sind dabei übersäht mit Bars...

 So und hier noch 2 Bilder von HK bei Nacht:

Sightseeing Tag zwei begann mit der Fahrt nach Lantau, eine Insel direkt neben Honkong. Vor dort ging es mit der  "Ngong Ping 360" hoch zum Riesenbuddha. Die Ngong Ping ist eine Seilbahn von insgesamt 5700m länge, die Teilweise riesige Abstände zwischen den Masten hat (1500m). Aber sehr selbst:

Aber die Seile sind stark genug und so kann man die 25 minütige Fahrt auch geniesen

Oben angekommen gibt es dann ein paar Restaurants und Souvenier-Läden, über welchen der Riesenbuddha thront!

Außer einer kleinen Sammlung von Seilbahnen aller Welt gibt es an dieser Stelle aber nicht viel zu sehen....

Anschließend stiegen wir zum Buddha empor.

 Wo andere Lotusblüten oder ähnliches überreichen, gibts von mir eben ne Coke emotion

Von der Rückseite des Buddhas ergibt sich ein schöner ausblick auf das Meer. Schon fast Mediterran.

An dieser Stelle jetzt noch eine kleine Lektion zum Thema Räucherstäbchen.... Es gibt sie in vielen Größen. Das fängt an bei bleistiftgroßen Objekten, geht weiter über armlange Stäbchen wie hier im Bild zu sehen...

...und endet mit solchen Riesenprügeln!

Zweite Station an diesem Tag war der Victorias Peak. Der Gipfel befindet sich auf Hongkong Island und dementsprechend ist die Aussicht auf HK auch grandios.

In die entgegengesetzte Richtung kann man dagegen den Sonnenuntergang bewundern.

Bald danach war unser HK-Trip dann auch schon wieder rum und es ging mit dem Flieger zurück nach Shanghai.

Sobald ich mich in Deutschland wieder einigermaßen aklimatisiert habe, gibt es noch einen letzten Blogbeitrag über meine letzte Station in China: Xian.

 Bis dahin: Macht es gut, in weniger als 18 Stunden sollte ich wieder in Deutschland sein

2 Kommentare 9.3.11 10:51, kommentieren

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Wuyishan

你好 (Nǐhǎo) zusammen!

nachdem ich jetzt schon länger nichts von mir hören lassen hab (Arbeit...), war ich während des Chinese New Year (auch: Spring Festival) in Wuyishan.

Wuyishan ist eine Stadt etwa 9 (Bimmel-)Bahnstunden südlich von Shanghai mit schlappen 200.000 Einwohnern. Die Stadt selbst ist nicht sonderlich attraktiv, jedoch gibt es dort einen riesigen Gebirgszug, der allemal sehenswert ist.

Hin ging es, wie nach Peking, mit dem berühmt berüchtigten Nachtzug. Flugzeug war leider nicht drin, aber man muss um diese Zeit froh sein wenn man überhaupt ein Reiseticket ergattert. Schließlich wollen ja auch noch ca. 700 Millionen (!) kleine Gelbe ihre Familien besuchen.

Da wir abends schon recht früh in Shanghai losfuhren (wie gesagt, wir hatten keine Wahl) kamen wir auch dementsprechend früh in Wuyishan an. Check in Zeit im Hotel war 4:12.

 

(v.l.n.r.: Sami, Andi (Brad Peter), Max, Korbi, Simon)

Also erstmal noch ne runde schlafen, damit wir auch alle schön fit am nächsten morgen sind. Als wir dann so um 9 Uhr das im Preis inbegriffene Frühstück verschlemmen wollten, gab es die erste böse Überraschung: Chinesenfrühstück! Das heisst, es gibt irgendwelche undefinierbaren Kekse und üble Gemüsebrühe. Und Bohnen. Kein Kaffee, kein Ei, nichts Brotartiges... nicht einmal Tee!

Also ab in die Stadt! Da wird es doch Frühstück geben. Die zweite Überraschung war: nein, gibt es nicht. Bis zum Abschluss unserer verzweifelten Suche war dann aber auch schon Mittagszeit und dementsprechend gab es dann erstmal Lunch!

Ein Highlight war sicherlich das Tor des himmlischen Geröllhaufens... oder so!

Frisch gestärkt ging es dann ins Gebirge. Alle waren motiviert, vor allem Korbi.

Am Anfang unserer Route waren noch ein paar kleinere Tempel etc. Hier sieht man mich, wie ich in den chinesischen Lehre (Leere?) brilliere.

Könnte natürlich daran liegen, dass ich Nachhilfe beim alten Chinesen genommen habe. Wenn ich mich recht erinnere, war das einer aus Konfuzius' Kreisen.

Und weiter gings, zwischendurch musste uns Simon seine Kampfkünste demonstrieren. 

Wem der Fussmarsch zu anstrengend ist, der kann sich komfortabel und königlich auf einem Stuhl tragen lassen, die so aussehen:

Das folgende Bild zeigt bei genauerer Betrachtung einen Weg, der ziemlich steil den Fels hochführt. Und genau da sind wir dann später hoch (gross)

An dieser Stelle möchte ich euch auch noch unseren "Guide" Samy vorstellen, ohne die wir vermutlich gar nichts gesehen hätten. Hier im Bild mit Andi.

Dann ging es besagten Felsen hinauf. Der Schweiß lief, der Korbi hustete (noch leicht krank)  aber wir meisterten den Aufstieg. Oben wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt (und ein kühles Bier). Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als tausend Worte!

Da Wuyishan ein gutes Stück südlich liegt, sind dort auch die Temperaturen dementsprechend höher. Hier in Taicang hat es etwa 5°C, dort hatte es über 20! Sieht man doch, oder?

Es war eine Wohltat entlich mal wieder Sonne und Wärme tanken zu können, weil hier in Taicang wird es einem dank Klimaanlagen-Heizerei nie so richtig warm.

So hier nochmal ein paar Impressionen...

An diesem Tag entdeckten wir auch noch einen richtigen "Schatz" des Reservats: ein abgelegenes Gebiet mit Buddastatue, blühendem Kirschbaum und einem Tempel. Und ganz wenigen Chinesen! Ein sehr entspannter und vor allem ruhiger Ort.

Gegen abend ging es dann wieder an den Fuß des Gebirges, wo wir den Abend bei einem weiteren kühlen Bier ausklingen liesen.

Okay, ein Bild habe ich noch. Beziehungsweise es gibt noch einige mehr, aber leider nicht auf meiner Kamera

Jaja, handsome und so...

An Tag zwei unserer Reise gingen wir gleich zum Mittagessen. Den Kollegen haben wir dann doch verschont und haben uns auf Dumplings beschränkt.

In der Stadt gibt es übrigens sehr viele Geschäfte, in denen Holzschnitzereien Angeboten werden. Teilweise riesengroß und in jedem Fall beeindruckend.

Danach ging es dann wieder ins Gebirge, ein wenig Wandern (oder Hiken, wie man auf neudeutsch sagt) . Hier kann man unsere ganze Truppe auff der Schicksalsbrücke sehen. Blöderweise konnte man die Brücke auf der anderen Seite nicht verlassen, deshalb bin ich mir über mein Schicksal noch nicht so im klaren...

Aber große, poetische Namen und Bezeichnungen sind und waren bei den Chinesen ja stark im Trend. Aber auch wir haben uns nicht lumpen lassen und schritten dem selbsternannten Pfad der Erleuchtung empor. Auch wenn Mega-Max und Kuschel-Korbi das zu verhinden versuchten.

Erstes Highlight des Tages war dann die eineinhalb stündige Flossfahrt auf dem Fluss. Weshalb die bei uns etwa 2 Stunden dauerte, erzähle ich euch gleich.

Jedenfalls hatten wir uns am Eingang Tickets für besagte Flossfahrt gekauft, und da wir Europäer sind und sowieso die Besten, Schönsten und vor allem die Schlausten sind (haha), mussten wir uns nicht anstellen sondern durften einfach das nächste Floss nehmen.


Voller Zuversicht beschritteten wir also guten Mutes das vertrauenserweckende Konstrukt aus Bambus, Draht und Seilen...

... um dann festzustellen, dass die Chinesischen Flosse nicht für Europäer kompatibel sind! Wieder vom Boot runtergeschickt hat man uns mit der Begründung, wir seien zu schwer und das Boot packt uns nicht. Meiner Meinung nach lag das nur an Samy, da diese mit ihren zarten 28 Jahren schon fast die einmeterfünzig Marke überschritten hat

Man verfrachtete uns also auf ein anderes Floss, mit angeblich höhrerer Kapazität. Wenn ich ehrlich bin, ist das neue, extrastarke Floss aber genausoweit im Wasser versunken.

Dennoch entschloss man sich, die Fahrt zu wagen und schon ging es los! Der Tiefgang unseres Flosses war dann doch ein wenig grezwertig, deshalb besser nicht die Füße auf den Boden stellen....

Unterwegs wurden wir dann von etwa 50 anderen Flossen überholt, weil wir doch ziemlich langsam unterwegs waren. Unserer Meinung nach lag das jedoch einzig und allein an unseren beiden Flössern. Dadurch hatten aber die überholenden Boote die Möglichkeit auf ein begehrtes Motiv: Europäer!

Uiuiuiui!

Die Landschaft vom Floss aus zu sehen war umwerfend, wie zum Beispiel der Elefantenfels

Am Abend gingen wir dann lecker Essen. Highlight war aber auf jeden Fall der Schlangen-Schnaps (báijiǔ, sprich: Baitschu). Geschmacklich ist der eindeutig nicht mein Fall, allerdings macht die Flasche doch was her, aber sehr selbst!

Und ja, es ist eine echte Schlange von ca. 1,5m Länge.

Nach dem Schlangenschnaps, 6 Flaschen Wein und zig Bieren waren wir dann bereit für ...... KTV! (also Karaoke)

Also ab zum besten KTV der Stadt, dem KTV Tower! Man mietet sich dort dann einen Raum und schon gehts los! Sieht dann in etwa so aus (aus Max' Perspektive):

 

Glücklicherweise gibt es dort auch englische Titel. "Viva la vida", "Numb", "Hero" und "I am sailing" sind mir in Erinnerung geblieben.

So um 1 oder 2 Uhr ging es dann wieder zurück in unser schönes Hotel. 

Am nächsten Tag haben wir uns entschlossen uns einfach auf eine ruhige Wiese zu legen und in der Sonne zu relaxen...

Am Abend noch einmal schön Essen, Massage und ab in den Zug. Leider waren keine vernünftigen Tickets mehr verfügbar, weshalb wir uns mit Stehplätzen zufrieden geben mussten. Hört sich jetzt schlimmer an als es war, da wir uns in Speisewagen hinsetzen und auch ein wenig schlafen konnten, bis man uns um 6 Uhr morgens rauswarf.

Damit war dann auch der Trip schon zu Ende, ich wäre gerne noch etwas länger geblieben (Wandern & Sonne tanken), aber die Arbeit ruft.

Jetzt habe ich hier noch 2 Wochen und 2 Tage zu arbeiten, dann geht es noch für 4 Tage nach Hongkong mit einem Arbeitskollegen und anschließend für 3 Tage nach Xian. 

Wenn alles läuft wie geplant, bin ich dann am 10.3. früh morgens in Frankfurt!

 Dann machts mal gut, ich lasse bald wieder was von mir hören, habe hier noch ein paar Bilder die ich euch nicht vorenthalten kann. Hehe

Viele Grüße

Euer Thomas

1 Kommentar 8.2.11 16:24, kommentieren

Frieren in Hangzhou

Nachdem wir unser Silvesterwochenende in Shanghai verbracht haben sind wir von dort aus mit dem Zug aufgebrochen nach Hangzhou. Hangzhou ist eine für chinesische Verhältnisse kleine Stadt mit nur 6 Millionen Einwohner ca. 200 km südlich von Shanghai.

Marco Polo bezeichnete Hangzhou als "schönste und großartigste Stadt der Welt". Tatsächlich hatte Hangzhou im 13 Jhr. rund eine Million Einwohner (mehr als Bagdad) und war somit die größte mittelalterliche Stadt. Auch besaß Hangzhou den größten Hafen der Welt, heute ist allerdings die Bucht ausgetrocknet. Heutzutage ist die Stadt berühmt für den Grüntee (der dort angebaut wird, aber meiner Meinung nach ungeniesbar ist) und für die Herstellung von Seide.

Wir ließen es uns natürlich auch dieses Mal nicht nehmen wie die echten Chinesen im Schnellzug zu reisen.

Jaaa, uns Zug fahren in China ist nicht so wie in Deutschland: Ticket kaufen (oder auch nicht) und so lange am Bahnhof warten wie man will und jeden Zug nehmen wie man will.

In China, also da muss man alles was man mitträgt scannen lassen (inklusive sich selbst), und vorher natürlich das Ticket zeigen um die Berechtigung zu erhalten sich in der Bahnhofshalle aufhalten zu dürfen. Danach wird man je nach Zug in Wartehallen (siehe unten) unterteilt und wartet bis der Zug aufgerufen wird. Wenn der Zug dann aufgerufen wird springen die gemeinen Chinesen auf (immer nach dem Motto "Wenn ich nicht als erster einchecke fährt der Zug ohne mich ab" und drängen sich rücksichtslos und super-hysterisch nach vorne. Dort wird dann zum x-en Mal das Ticket kontrolliert, bevor man dann runter zu den Gleisen darf. Und auch beim aussteigen muss das Ticket natürlich überprüft werden.

Bahn fahren in China- immer ein Erlebnis und wahnsinnig stressig!

Unten im Bild seht ihr eine der Wertehallen.

Angekommen in Hangzhou besuchten wir die Innenstadt mit den netten Touriläden und den Buddha

Die Hauptattraktion der Stadt ist der große Westsee (meist kaum tiefer als 2 meter) mit seinen vielen kleinen Inseln und Pagoden. Diese kann man dann mit einer Fähre besichtigen (wie unten im Bild).

Die Inseln sind sehr schön botanisch angelegt ... bestimmt ein Traum im Sommer. Leider haben wir dort so gefrohren ... brrr!

 Blick über den See

 

 

 Hier ein echter Dynastie-Dampfer (der fährt aber nicht)

Dort besuchten wir auch eine Pagode am See.

So typisch ... Rolltreppe muss sein!

Zum Abschluss waren wir noch in der Altstadt Hanzhous bevor es Heim nach Taicang ging und meine letzte Woche in China begann.

Am Sonntag Abend werde in in Frankfurt landen ... Natürlich freue ich mich euch alle wieder zu sehen! 

 Grüße, Lena

1 Kommentar 6.1.11 17:56, kommentieren

Jahreswechsel in Shanghai

FROHES NEUES EUCH ALLEN !

Hoffe ihr habt es alle gut ins neue Jahr geschafft.

Wir haben unser Silvester in Shanghai verbracht.

Vorab vielleicht noch: Chinesen feiern (neben Weihnachten) auch kein "westliches" Silvester sondern das Chinesische Neue Jahr im Februar. Da es aber entsprechend viele Europäer ... in Shanghai gibt wird es doch ein wenig gefeiert.


Nachdem wir essen waren sind wir kurz vor Mitternacht an den Bund (die lange Promenade am Fluss in Shanghai von der man diese tolle Aussicht auf die Skyline hat).

Hier die Leute auf der Promenade.

 

Und die Promenade war so gestopft voll (was aber auch gut war, weil es so eisig kalt war).

 

Ich glaube die Chinesen haben nicht wirklich verstanden, warum sie sich dort versammtelt haben, aber ich nehme an sie dachten es gäbe etwas um sonst oder sie haben gedacht "Ohh, so viele Ausländer" und sind deshalb alle dorthin gelaufen. Einige hatten dann auch noch Häschenohren oder blinkende Hörner auf ... puhhh, zu viel um es zu verstehen.

 

Auf einem der Hochhäuser lief dann der Countdown bis Mitternacht. Wir (das waren Patrick, seine Freundin Anette, Corbi, Max, Tom und ich) standen also gedrängt zwischen einer geschätzten halben Million Chinesen und warteten mit Glühwein (nochmal danke an Anette und Patrick für das Mitnehmen und Rumschleppen der Thermoskanne) auf das neue Jahr.

 

Und dann ... BAAMM ... Schlag zwölf (wir waren noch am Anstoßen) stürmten die Chinesen von der Promenade und das Gedrücke war elend. Als wäre irgendwo eine Bombe am explodieren wollten alle nur noch weg. Übrig blieben dann um 0:07 nur noch einige enttäuschte "Ausländer". Ein kleines Feuerwerk gab es auch noch.

(v.l.n.r. Korbi, Patrick, Thomas, Lena, Max, Anette)

Danach ging es in die Bar Rouge, einen Club auf den Hochhäusern mit Blick auf die Skyline. Mit seiner Open-Air Terasse wäre der Club im Sommer einfach der Hammer, aber im Winter ... not so good.

 (v.l.n.r. Anette, Korbi, Max im Hintergrund, Lena, Patrick)

Am ersten Tag des neuen Jahres haben wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf gemacht die „neue“ „Altstadt“ von Shanghai zu besichtigen.


War wirklich schön, nur so sehr saniert, dass von der ALT-Stadt nicht so viel übrig war. Neben den Touriläden gab es ein 400 Jahre altes tolles Teehaus in dem wir kultiviert echten chinesischen Tee getrunken haben. 


Am darauffolgenden Tag sind wir etwas unbeabsichtigt in ein ganz besonderes Viertel Shanghais gestolpert. Ich sag nur so viel: Es war viel authentischer als die Altstadt . Einfach ganz Chinesisch! Leute kochen auf den Straßen, verkaufen alles Mögliche, Trocknen Wäsche neben Fleisch, es riecht penetrant nach Undefinierbarem und die Häuser erwecken den Anschein gleich in sich zu stürzen, ich liebe es!

 Im Bild oben seht ihr rechts den Chef-Nudelmann, bei dem wir eine Portion Nudeln gegessen haben. Hinter ihm ging es in eine 2 mal 3 meter große Stube mit zwei kleinen Tischen und vielen Chinesen ... und wir mitten drin Genial! (Kann man aber nur genießen, wenn man über die katastrophaten hygienischen Verhältnisse hinweg sieht)

Am nächsten Tag sind wir durch Shanghai gelaufen ... Ein massives Verkehrsaufkommen, so kann es öfters vorkommen, dass es trotz sechsstöckigen und mehrspurigen Straßen Stau gibt ! Wahnsinn.

Als kleine Stärkung zwischendurch gab es Dumplings ... Teigtaschen gefüllt mit verschiedenen Sachen und in Bambuskörbchen dampfgegart. Lecker!

 

 

6.1.11 10:23, kommentieren

? Geburtstag in China !

Mein Geburtstag dieses Jahr verlief dieses Jahr (abgesehen davon das er in China stattgefunden hat) sehr ruhig. Thomas musste arbeiten und abends gingen wir Teppanyaki essen. Und danach gab es „Schwarzwälder Kirsch Torte“ … gut, aber Mamas ist much better!!!


 

 Vor uns zauberte der Koch uns allemöglichen Speisen ... Fleisch, Fisch in allen Variationen, Garnelen, Muscheln, Gemüse ... und dann gab es hierzu ein munteres "Ganbei". Heißt soviel wie "auf ex"! Auch der symphatische Koch leistete uns in der ein oder anderen Runde warmen Sake (Reisschnaps) Gesellschaft.

Und zum Schluss bereitete er uns flambierte Bananen zu ... ich sag nur soviel: Es wurde heiß im Gesicht!

 Blöd, aber ums älter werden kommt man an Geburtstagen wohl auch nicht rum

 Vielen Dank für die vielen lieben Geburtstagsgrüße!!!

1 Kommentar 6.1.11 10:03, kommentieren

Weihnachten auf chinesisch

Wie versprochen hier das Bild aus der lokalen Zeitung vor der Weihnachtsfeier am 24. Dezember. Auf dem Bild überreicht uns gerade ein Chinese im Weihnachtsmannkostüm kleine Plastikweihnachtsmänner.Das Bild ist einfach der Hammer, hab auch nicht gewusst, dass wir fotografiert wurden und noch weniger, dass das Bild am nächsten Tag in der Zeitung landen würde

(v.l.n.r. Simon, Weihnachtsmann, Lena, Thomas)


6.1.11 09:50, kommentieren

Beijing baby!

Hey zusammen!

Wir haben die Tage vor Weihnachten in Beijing verbracht und es war super.

Hingekommen sind wir ja wie hinreichend bekannt mit dem Nachtzug. Entschädigt wurden wir aber von dem tollen Hotel. Das war sehr authentisch chinesisch. Kein großer Block mit 200 schicken Zimmern sondern ein typischer chinesischer Hof und außen rum jeweils die wenigen Zimmer.

 

Die zwei Huskies hatten wohl eine bewachende Funktion, waren aber sehr lieb.

 

Anders als Shanghai hat Peking nicht nur Hochhäuser in denen die Menschen wohnen sondern auch Bezirke, in denen viele kleine (verranzte) Häuser in engen Gassen wie ein Labyrinth standen. Zufällig stand unser Hotel genau in einer solchen Gegend. Für kurze Zeit hat mein Herz aufgehört zu schlagen als der Taxifahrer in diesen Bezirk eingebogen ist, aber man gewöhnt sich recht schnell an den Müll, das Runtergekommene und die etwas ärmeren Leute. Zudem hat mir mein Freund stets versichert: „Die Chinesen sind kein kriminelles Volk, hier ist alles sicher“.


Nachdem wir uns von dem Nachtzug erholt hatten besuchten wir den Lama Tempel. Dieser ist wohl einer der bedeutendsten  Tempel für den tibetischen Buddhismus. Die Tempelanlage war riesig mit vielen „Häusern“.

 

Besonders anziehend fand ich den Geruch von Räucherstäbchen, der einem schon in der Nase liegt bevor man den Tempel sieht. Die Gläubigen karren diese kiloweise in dem Tempel um mit den Räucherstäbchen am Kopf zu beten. In jedem dieser Häuser befanden sich viele buddhistische Statuen und Ikonen.

Sogar ins Guinness Buch der Rekorde ist dieser Tempel eingegangen, da in einem der Häuser eine 26 Meter hohe Buddhastatue steht, die aus einem Stück Sandelholz geschnitzt wurde, war beeindruckt.


Auf dem Rückweg hier einige Sportgeräte, die der Öffentlichkeit zur Benutzung zur Verfügung gestellt wurden. Solche Sportgeräte findet man immer wieder und obwohl das für uns nicht nachvollziehbar ist, werden diese von Menschen jeden Alters genutzt um sich fit zu halten. Krass die Chinesen. Man trifft sich auch Abends und Morgens an größeren Plätzen zum Tanzen. Da läuft man nichts ahnend durch die Straßen und plötzlich … BAAM … eine Menschenmenge (jeden Alters) , die zu Musik im Takt sowas wie einen Linedance veranstaltet.  Eine lustige und tolle Sache, die sich in Deutschland wahrscheinlich nicht durchsetzen wird.


Ein Muss in Peking ist der „Platz des himmlischen Friedens“. Dieser ist mit knapp 40 ha der größte Platz der Welt. Die großen Masten, die verteilt auf dem Platz stehen sorgen nicht nur für eine adäquate Illumination sondern auch mit den befestigten Kameras für eine perfekte Überwachung der Leute (so wie eigentlich überall in China). Hier sieht man schon oder eben auch nicht den Smog, der sich wie ein dichter Nebel über die Stadt legt. Hier ist noch zu sagen, dass ein tiefer Atemzug in Peking nicht zu empfehlen ist, da die Luftqualität katastrophal ist. Vermutlich schlechter als irgendwo anders auf der Welt. Es stinkt einfach immer und wenn man wieder ins Hotel kommt stinkt man so derb nach Abgasen und Rauch als hätte man den ganzen Tag Kette geraucht.

 

Am Platz des Himmlischen Friedens steht zur einen Seite das Mausoleum von Mao (heiß verehrt in China).

 

Wenn man dieses passiert kommt man zu der Verbotenen Stadt. Verboten deswegen, weil die riesige Anlage in der Ming und Qing als Kaiserpalast diente und dem Pöbel der Zugang versperrt war. Der Palastbau hat eine Fläche von 720.000 m² und stellt mit der Architektur das chinesische Weltbild dar und galt früher als Machtsymbol, weshalb kein Gebäude die der Verbotenen Stadt überragen durfte.

 


Am dritten Tag stand die Große Mauer auf dem Plan. Wir haben uns hierzu einen Taxifahrer für einen Tag gemietet, der uns in seinem Luxusschlitten zur Mauer und den Ming Gräbern gefahren hat.

 

Man hatte wohl ab 500 Jahre v. Chr. mit dem Bau angefangen um sich vor nomadischen Völkern aus dem Norden zu schützen. Im Laufe der Zeit wurde die Chinesische Mauer immer weiter ausgeweitet, bis eine Barriere von knapp 9000 km entstand.

Aber auch noch heute wird die Mauer immer wieder in bestimmten Abschnitten renoviert die dem Tourismus gelten. Die Mauer liegt in dem Bergen, sodass die Aussicht einfach fantastisch ist.


Die Wachtürme zwischen den einzelnen Streckenabschnitten wurden als „Behausung“ genutzt und zur Sendung eines Feuersignals zu benachbarten Türmen bei Gefahr.


Ihr seht schon, einfach traumhaft die Aussicht und ein wahnsinniges Gefühl auf der CHINESISCHEN MAUER zu stehen. Hammer!

 


Zurück in Peking waren wir in der Stadt bummeln. Dort stießen wir auf einen Chinesischen Fress-Markt in einer Gasse. Der war der Oberhammer, überall die Straßenköche und die Gerüche und alle rufen sie einem zu.

 

 


Ach ja und zu essen gab es Skorpione, Seesterne, Seepferdchen, Vogelspinnen und Oktopus am Spieß. Zum Glück gab es da auch die altbewährten Dumplings (Teigtaschen).


Zu der Zeit ist eine Wahnsinnskälte nach Peking gezogen (-15 °C und ein sehr sehr starker und sehr kalter Wind).

Hier ein typisches Bild vom Verkehr in Peking … Stau, Stau, Stau.

Am letzten Abend waren wir wie auch anders: Peking Ente essen. Die Ente wird hierzu aufgepumpt und nach einer bestimmten Art zubereitet, sodass eine knackige Kruste entsteht, die der Koch dann vor unseren Augen von der Ente geschnitten hat. Diese Kruste wickelt man dann mit Lauch und Sauce in ganz dünne Fladen und isst den dann wie einen Wrap (nur mit Stäbchen).


@ Tatti: Nächstes Mal beim Chinesen bin ich dann der Pro

Aus Peking zurück gings zum Weihnachtsfeier in einem Hotel in Taicang. War ganz nett, sogar mit nem dicken Chinesen in Weihnachtsmannkostüm der Nikoläuse aus Plastik verteilt hat. Als der Weihnachtsmann dann bei mir war wurde (ohne mein Wissen) auch ein Foto von Simon, mir und Thomas gemacht, welches dann am nächsten Tag in der lokalen Zeitung gedruckt wurde. Ich bin begeistert. Ich treibe noch den Artikel mit Bild auf und stell ihn hier online. Der Wahnsinn.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Shanghai, denn ich musste meine Sachen beim Schneider abholen bzw. nachbessern lassen. Abends führte ich dann beim Spaziergang durch Shanghai meinen neuen maßgeschneiderten Mantel aus. Ich liebe es.


Obwohl Weihnachten einfach gar nicht so war wie das gemütliche Beisammensein mit der Familie mit Weihnachtsessen und Geschenken und Schnee wird vermutlich Silvester in einer der größten Metropole der Welt  (Shanghai) viel aufregender als in Deutschland

Erst mal werden wir Morgen meinen Geburtstag Abends beim Teppanyaki etwas feiern, Bilder folgen natürlich.

1 Kommentar 29.12.10 10:26, kommentieren